Geschichte der Wincklerschule

Auszüge aus der Schulgeschichte - Teil 1

Autor: Horst Immisch

2.4.1826

Festlegung zum Bau der ersten Dölitzer Schule im alten Dorfkern mit einer Schulstube in den Abmessungen von 7,20 m x 8,40 m

Ostern 1827

Unterrichtsbeginn in der ersten Dölitzer Schule

(Zwei Klassen, 127 Schüler, 1 Lehrer)

 

Erster beurkundeter Lehrer Gottlob Leberecht Häschke (geb. 1797)

1838

Empfehlung des Vorsitzenden des Dölitzer Schulausschusses – Pfarrer Taubert, zum Anbau einer Schulstube und einer Lehrerwohnung.

Die 2. Lehrstelle wurde Ostern 1859 eingerichtet.

1882

besuchten bereits 339 Kinder die Dölitzer Schule, davon waren 318 aus Dölitz und 21 Kinder aus Dösen. Die Höchstzahl von 60 Kindern pro Klasse wurde wurde mit 85 bzw. 90 weit überschritten.


Im Spätherbst erworben die Leipziger Bürger Dr. med. Haake und Otto Weickert die erste Dölitzer Schule und stellt es der Gemeinde als „ Kinderbewahr-Anstalt“ zur Verfügung. Das Gebäude in der heutigen Vollhardtstrasse dient noch als Wohnhaus.

1.6.1882

Baubeginn der zweiten Dölitzer Schule in der heutigen Bornaischen Straße. Grundsteinlegung war am 29.06.1982. Die Schule wurde als sechsklassige Schule umgewandelt. Nach der Einstellung des 5. und 6. ständigen Lehrers wurde 1904 erneut die Frage zum Bau eines Schulneubaues gestellt.

 

Das Gelände an der ehemaligen König-Georg-Strasse (heutige Wincklerstrasse) wurde erworben. Der Kaufpreis von 1.500 Mark für Grund und Boden wurde von der Familie Winckler getragen. Es wurde beschlossen das Gebäude der 2. Dölitzer Schule für 50.000 Mark an die Gemeinde zu verkaufen und dafür einen Bauplatz in der Größe eines halben Ackers zu erwerben.

11.10.1904

Grundsteinlegung der Dritten Dölitzer Schule (damals 5. Bezirksschule Leipzig), nach dem Entwurf eines dreigeschossigen einflügelichen Schulbaus.

Durch den sandigen Untergrund wurden mächtige eichene Pfähle in die Erde gerammt. Auf diesen steht heute noch der Südflügel der Schule.

22.8.1905

Feierliche Einweihung der Dritten Dölitzer Schule als achtklassige, einfache Volksschule unter der Leitung des Oberlehrers Hentschel, der sie bis zur Pensionierung im Jahr 1922 leitete.

1909

Fertigstellung der Schulturnhalle. Nach der Einverleibung der Gemeinde Dölitz in die Stadt Leipzig im Jahr 1910 vergrößerte sich die Anzahl der Schüler.
So machte sich die Erweiterung des Schulbaues notwendig. Mit dem Anbau des Südflügels, der am 9.10.1912 im Rohbau festiggestellt und am 22.08.1913 eingeweiht wurde, bekam unsere Schule ihre heutigen Ausmaße.

1931

ergab sich für die 8. Volksschule die Möglichkeit, den Unterricht im Schulhause durch eine Freiluft-Unterrichtsstätte zu ergänzen. Veranlassung zu dieser Entscheidung waren der auffallend schlechte Gesundheitszustand vieler Schüler und die Überfüllung des Schulgebäudes, deren Schülerzahl bis 1931 auf 2000 angestiegen war.

So zog die erste Schulklasse mit alten Schulbänken in den Schlosspark des Dölitzer Schlosses. Der Park konnte etwa 500 Schulkinder der 8. Volksschule und anderer Südschulen aufnehmen.

4.12.1943

Luftangriff anglo-amerikanischer Bombenflugzeuge auf Leipzig. Die Schadensmeldung hieß damals:

  • beide Turnhallen völlig zerstört und niedergebrannt
  • schwerer Dachstuhlbrand im Südflügel des Hauptgebäudes
  • sehr viele Brandbomben auf und in das Haus, 8 Klassenzimmer im 2. Stock ausgebrannt, 3 Klassenzimmer im 1. Stock, Wasserschäden bis in das Erdgeschoß.

Am 20.02.1944 wird das zur Schule als Freiluft-Unterrichtsstätte gehörige Dölitzer Schloß durch eine Luftmine getroffen und weitgehend beschädigt.

Fortsetzung folgt ...